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Pressetext

Eine Generation im Zeichen der Krise, eine Generation, die sich fragt, wie sie mit der Krise umgehen soll.

Während sich die einen in den Stroboskopgewittern der Clubs verlieren, in die künstliche Glückseligkeit eines Ketamin-Rausches flüchten, stehen die anderen vermummt auf der Straße, im Tränengas, ins grüne Leuchten der La Bomba-Böller gehüllt.

Schon der Titel von Boykotts Debüt-Album, „Angriff – die beste Verteidigung“ lässt erahnen, für welchen Standpunkt sich der 26-Jährige entschieden hat. Aufgewachsen im Nordwesten Deutschlands, zwischen arbeitslosen Hafenarbeitern in Mietskasernen und hochdekorierten Marine-Offizieren mit Haus im Grünen, kam Boykott schon früh mit HipHop in Berührung. Doch neben Chrombomben und Cyphers in verrauchten Jugendzimmern stand immer schon linke Politik in seinem Interesse, verständlich, wenn auf dem Rathausplatz grölende Dorfnazis Bier in sich hineinschütten und die Einwohner natürlich „nichts gegen Ausländer haben, aber…!“

Was folgt, ist die klassische Sozialisation: Die erste Demo, der erste Kessel, der erste Knüppel! All diese Erfahrungen fließen in sein Erstlingswerk ein, unterstützt wurde er dabei von den Rappern Albino, Holger Burner und Refpolk, für die Beats zeigte sich das Produzenten-Team von Beat2.0 verantwortlich.

Aber nicht nur Militanz und Wut, Afghanistan-Krieg und Polizeigewalt sind Themen auf „Angriff die beste Verteidigung“, auch der frühe Tod des eigenen Vaters, der Hustle zwischen Lohnarbeit und Selbstbestimmung und das große Zwischenmenschliche sind Themen auf Boykotts Album, dass am 21.10.2011 im erschienen ist.

Am 09.11.2012 setzte der nun 27 jahre alte Künstler noch einen drauf.

Nach einem Jahr voller Überraschungen einer Vielzahl an Konzerten im gesamten Bundesgebiet und einer überwältigenden Resonanz folgte das zweite Album Solikonzert. (Mit einer abgespeckten Version als free Download EP hier klicken!)

Derzeit tourt Boykott durch den deutschsprachigen Raum und Arbeitet an weiteren Projekten.